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7000km auf Argentiniens Straße Teil 3

So, und nun zu meinem letzten Trip. Die Busfahrten werde ich wohl kaum vermissen, aber es war doch toll, so viel zu sehen.

Meine Spanischlehrerin nennt mich auch schon zu 50% „loca“ (=verrückt). Aber sie meinte auch, dass ich in 3 Monaten mehr gesehen hätte, als manch andere ich 8. Jedenfalls hier hard facts: 28.11.-01.12.: Mendoza; 1037km östlich von Buenos Aires in den Anden

Eingeladen vom Girlfriend meines Kollegen und besten Freundes hier. Ihre Eltern wohnen in Mendoza, und ich kann gerne dort übernachten und mitkommen. Müsste mich nur um meine Ausflüge kümmern. Ok, Busticket geholt (jucheee! Busfahren! frown ) und Freitag abend ab nach Mendoza. Samstag früh war ich dann dort, ging etwas schneller als Puerto Madryn. Dann gleich meine schon reservierten Ausflüge bestätigt und bezahlt und ab ins Nobelviertel! Tatianas Eltern wohnen nähmlich in einer Art Sicherheitszone. Da die Kriminalität hier in Südamerika höher ist (Stories werden folgen), gibt es in fast jeder Stadt Barrios (Viertel), die abgezäunt sind und Security haben. Man kommt dann auch nur mit ID, Passport und einer Begründung und Connection rein. Das wichtigste ist wohl die Connection zu einem, der im Viertel wohnt (warum sonst sollte man legal dort hineinwollen???). Blöd nur, dass ich nicht mal den Familiennamen von Tati wusste. Nach einigem hin und her und Präsentation der SMS, die ich von meinem Kollegen erhalten hatte mit der Anschrift von Tati’s Eltern und Abgabe sämtlicher Daten, durfte ich in das Barrio hinein. Aber dieses ganze zahlt sich wirklich aus: Das Haus mit Garten war wirklich ein Traum! Ich durfte im Party-/Barbecue-/Garden-House übernachten, wo schon ein Gästebett bereitstand. Und da es an 3 von 4 Seiten verglast ist, konnte ich am nächsten Morgen einen gigantischen Sonnenaufgang beobachten! Ja, war auf jeden Fall besser, als ein Hostel wink as you will see here:

Das hintere Haus hatte ich ganz für mich allein ;)

Niko (mein Kollege), el pallaso, am Pool ;)

Am Samstag nachmittag war ich dann noch auf einer Tour in die Bodegas (Weingüter). Dort gab es zuerst eine Führung und Erkärung, wie Wein hergestellt wird mit anschliessender Weinprobe wink Hier demonstriere ich die blöden Gesichter der Teilnehmer solcher Weintouren (naja, gut, im Normalfall eine ernste Mine, aber ging einfach nicht, wenn man die andern so beobachtet!)

Weinprobe

Bodegas

Außerdem haben wir noch eine Fabrik für Olivenöl besucht. Die Probe (Brot mit Olivenöl) war auch sehr lecker!

Am nächsten Tag habe ich dann die Tour „Alta Monaña“ gemacht. Diese Tour ging 500km quer durch die Anden. Highlight waren die „Punte del Inca“

Puente del Inca

und natürlich der Aconcagua, der 2. höchste Berg der Welt:

der Aconcagua, fast 7000m

Außer den wieder 500km in einem Van, war es wirklich ein toller Ausflug. Aber an „im Auto sitzen“ muss man sich hier wohl gewöhnen! Am gleichen Abend musste ich dann auch wieder zurück nach Buenos Aires. Mit der langen Busfahrt hatte ich mich schon abgefunden, aber mit einem derart sprechbegeisterten Sitznachbarn noch nicht. Naja, sobald ich konnte, habe ich schlafen vorgetäuscht und damit war dann auch Ruhe! Wie schön! Als ob ich Spanisch verstehen und sprechen könnte, wenn ich total müde nach einem 13 Stunden-Van-Trip bin! 

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