Belém

Wir spulen heute wieder unsere Frühstücksroutinge ab: Erstmal ausgiebig in unser Lieblingscafé und die Ecke und weil es dort keine Pasteis de Nata gibt, weiter zur Manteigaria in die Rua Augusta - heute ohne Ginja. 

Heute wollen wir nach Belém. Zum Leidwesen der zahlreichen Tuktuk Fahrer, die sich kurz vor Ende der Rua Augusta und der Haltestelle der Tramlinie 15 postieren, nehmen wir doch die süße, alte, gelbe Straßenbahn. Fahrerin war eine Dame, die mit vollem Körpereinsatz alle Hebel und Kurbel betätigt und der auch der Lärmpegel in dem alten Gefährt nichts auszumachen scheint. Am Monasterio dos Jerónimos steigen wir aus und Samir will erstmal ans „Meer“. Am Padrão dos Descobrimentos legen wir uns zu einer kurzen Siesta hin und lauschen einem Straßenmusiker, der etwas unpassend Bob Dylan und Guns and Roses spielt. 

An der Promenade entlang gehen wir weiter zum Torre de Belém. Dieser ist wegen Restaurierung geschlossen. Julia ist der Meinung, dass sie dabei auch mal wieder die Fassade putzen könnten (2012 sah das nicht so aus). Auf dem Rückweg holen wir uns an einem der Essensstände ander Promenade eine Bifana - ein paar gegrillte, hauchdünne Scheiben Schweinefleisch in der Semmel und ein Pastéis de Bacalhau. Damit setzen wir uns an die Ufermauer und schauen einem Omnibusboot und ein paar Spinakern zu, wie sie über den Tejo fahren bzw. kreutzen. 

Im Monasteiro dos Jerónimo ist gerade eine Taufe und alle Leute in weiß gekleidet. Samir habe ich offenbar vorher zuviel von dem riesigen Kirchenraum vorgeschwärmt, dass er jetzt nicht mehr so erstaunt ob des hohen Kirchenraums ist. Ein Punkt ist wohl auch noch, dass wir wegen der Taufe nicht bis in die Seitenschiffe gehen durften.

Gleich nebenan ist das Café Pasteis de Belém und wirklich gut organisiert. Wir wollen Pasteis und Café vor Ort trinken und sind erstaunt, wie schnell wir einen Platz bekommen. Die Pasteis sind tatsächlich etwas anders als in der Mateigaria - mit mehr und krosserem Boden. 

Auf dem Rückweg mit der Straßenbahn steigen wir unterhalb der Ponte 25 de Avril bei der LX Factory, einem Künstlermarkt mit Bars in einem früheren Fabrikgelände, aus. Die angepriesene Roof Top Bar haben wir nicht gefunden und auf Google steht diese als dauerhaft geschlossen.

Zurück in die Altstadt sind wir verbotenerweise das erste mal zu zweit auf einem E-Scooter. Samir ist sehr gut gefahren, also hat keinen Unfall gebaut. 

Kurz vorm Praça do Comércio setzen wir uns noch ein wenig in den Schatten, nachdem uns die Sonne schon gut erwischt hat. Zum Abendessen gehen wir heute ins Bairro Alto. Das Lokal, das wir über Tripadvisor gefunden haben, hat leider zu, aber unweit davon finden wir ein genauso gut bewertetes, portugiesisches Lokal und entscheiden uns für verschiedenen Fisch. Heute ist der letzte Tag mit 22 Uhr Sperrstunde und wir gehen danach wieder ins Hotel.

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