Von Whistler nach Vancouver

Ich bin so froh, dass wir gestern schon unser Zeug wieder gepackt hatten und es heute morgen nicht hektisch wird und ein paar Sachen am Ende vergessen werden. Schon zum Frühstück trage ich meine und teilweise Samir’s Sachen (insgesamt 4 Rucksäcke und Taschen) hinunter und werde von den andern erstaunt angeschaut, die sich glaube ich noch sehr im Chaos befinden.

Beim Zusammenpacken stelle ich fest, dass wir langsam einen Grundstock an Lebensmitteln aufgebaut haben, der einfach nicht weniger wird. Es sind immer um die 4 Tüten Lebensmittel. Aber Chris hat von den Eistüten abgelassen. Nachdem ich so gut vorgearbeitet habe und die Sachen dann auch schon als erste im Auto hatte, erlaube ich mir noch, mit Opa zu telefonieren. Bei ihm ist es gerade Abend und er versucht, Oma ins Bett zu treiben. In Deutschland ist wohl gerade auch super Wetter, natürlich noch etwas heißer als bei uns.

Pünktlich um 11:00 Uhr verlassen wir dann auch das Haus und machen uns über einen Kaffeeboxenstop am Whistler Marketplace (je nach Geschmack teilen wir uns in eine Timmies und eine Starbucks Gruppe auf) auf den Weg nach Vancouver. Entlang der Strecke liegt noch Squamish, was wohl der lohnenswerteste Stop gewesen wäre. Aber wir fahren durch, um die Zeit in Vancouver auszunutzen. Unser Apartment für die nächsten 2 Nächte liegt direkt in Downtown, Keefer Place 188. Wir können beide Autos in der Tiefgarage parken und über ein Plateau im 2. Stock kommen wir zu unserem Apartment. Es ist zwar über das Hochhaus erreichbar, aber ein kleines Reihenhaus mit Dachterasse zwischen lauter Wolkenkratzern. Wirklich sehr süß!

Nachdem die Sachen im Haus sind, machen wir uns auch gleich auf, ein Fahrrad zu mieten und Stanley Park zu erkunden. Vor der Haustüre gäbe es Fahrräder à la DB Rad etc, die man an unzähligen Stationen innerhalb der Stadt zurückbringen kann. Problem ist allerdings der Zahlplan. Man darf diese nämlich nicht länger als 30min herumfahren, sondern muss sie alle 30min zu einer Station bringen – sonst kommen extra Gebühren dazu. Deshalb gehen wir Richtung Canada Place, um dort günstiger Fahrräder auszuleihen. Leider sind die Gebühren dort gerade so teuer. Erst am Stanley Park finden wir eine ganze Straße (Denman St) mit günstigen Fahrradverleihen. Die Räder sind entsprechend und kaum richtig eingestellt.

Wir umrunden einmal den Stanley Park Seawall Path. Fußgänger und Radfahrwege sind hier streng getrennt und an ein paar Stellen – insbesondere bei Kreuzungen oder Engstellen – ist Radfahren auch total verboten und man wird hingewiesen, das Rad zu schieben… für so 30m. Wir kommen auch an den Totem Pfählen vorbei, unter der Lions Gate Bridge hindurch, und passieren den Mini-Strand Third Beach. Also ja, in Vancouver lässt es sich schon gut leben! Am Ende will Oates noch unbedingt zum Beaver Lake – mangels allgemeiner Orientierung gibt er sich aber auch mit der Lost Lagoon zufrieden. Dort sehen wir noch unzählige Kanadagänse mit ihrem Nachwuchs. Die einen sind schon etwas größer, andere noch ganz klein.

Als wir die Fahrräder wieder abgegeben haben, gehen wir den gleichen Weg am Coal Harbour am Ufer zurück, stoppen noch auf ein Eis und gehen schließlich wieder ins Apartment zurück, nachdem es mit unserer Reservierung im Miko Sushi Restaurant nichts geworden ist. Warum, weiss ich auch nicht so genau. Angeblich hatten wir eine Reservierung für 20:30 Uhr. Zuhause entschließen wir uns dann, bei uns ums Ecke noch etwas zu Essen zu suchen und es bildet sich eine Sushi-Gruppe (Kanzo Sushi) und eine Gruppe für das Taishoken Ramen – beide Restaurants in 5min Fußdistanz vom Apartment. Vom Ramen habe ich dann noch probiert und das war wirklich sagenhaft gut. Hätte ich im Nachhinein doch genommen.

Unsere Recherchen, ob es nun heute noch ein Feuerwerk zum Victoria Day gibt, sind leider nicht sehr ergiebig. Vom Apartment aus konnten wir kein Feuerwerk wahrnehmen, nur einen kleinen Hinweis, dass es vielleicht gestern schon stattgefunden hat. Naja, macht nix, die Stadt ist auch ohne Feuerwerk schön genug!

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